Welcome to Hell: Momgroups


Seit 13 Monaten bin ich nun glückliche Erstlingsmama. Und nachdem es einige Zeit gedauert hat, bis ich mich vollends in die neue Rolle als Mama eingefunden habe, bin ich nun ziemlich glücklich und zufrieden mit meinem neuen Aufgaben. Und ja, ich denke sogar, ich mache das ziemlich gut! 

Da man sich als Mama zeitweise etwas alleine fühlt, habe ich mich auf Telegram einer Momgroup angeschlossen. Ein paar nette Mütter, die die gleichen Themen wie ich habe und mit denen ich mich ein wenig unterhalten kann - zumindest dachte ich das! Nachdem in der Gruppe ein paar Fragen zu Themen wie Impfungen, Stillen, und Hausgeburt heiß diskutiert wurden, wagte ich mich mit dem Thema Kaiserschnitt ins Rennen. Großer Fehler!

Eine ganze Schar an Müttern stürzte sich auf meine Meinung und meine persönlichen Erfahrungen. Was als gut gemeinter Ratschlag daherkam, entwickelte sich schnell zur haarscharfen Kritik und Besserwisserei. Ich bin immer offen für konstruktive Kritik - doch leider war das keine. Vielmehr wurde die Gruppe ausgenutzt, um sich selbst zu profilieren und Andere zu belehren.

Schnell merkte ich, dass mir der Austausch in dieser Gruppe nicht gut tat und ich verließ sie. Auch heute noch bekomme ich Schweißattacken, wenn ich merke, dass sich Mütter über kritische Themen gegenseitig beschämen, diffamieren und herabwürdigen. 

Erst später bin ich auf das Thema "Momshaming" gestoßen und habe gemerkt, dass meine Erfahrung viele andere Mütter teilen. Für einige ist es schon zur alltäglichen Gewohnheit geworden und sie schalten nur noch auf "Durchzug". 

Aber ist das gesund? Ich glaube wir sollten lieber versuchen den Teufelskreis zu stoppen. Beispielsweise könnten wir die andere Person darauf hinweisen, dass uns z.B. ein solcher Kommentar verletzt. Oftmals ist der anderen Mom das eigene Verhalten gar nicht bewusst. Ich denke das ist der erste Schritt, um ein wohlwollendes Umfeld zu schaffen und solidarisch statt kompetitiv zu sein! 

 

 Vielen Dank an Ina für diese Bad Moms Story!


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